Zwei Tennis-Legenden, eine Liebe, die bis heute hält: „Perfect Match – Die Steffi & Andre Story" hat diese Woche im Free-TV viele Zuschauer vor den Fernseher gezogen – und seitdem tippen Tausende Steffi Graf, ihre Eltern und die Besetzung in die Suchmaschine. Wir haben die wichtigsten Antworten gesammelt: wer wen spielt, wann und wo der Film läuft und wie viel von der erzählten Romanze wirklich so passiert ist.

„Perfect Match": Sendetermin und wo der Film läuft

Der Film ist keine ganz neue Produktion. Gedreht wurde er bereits 2024 als Amazon-Prime-Video-Original, dort feierte er auch seine Premiere. Ins Free-TV kam er erst jetzt – und genau das hat die aktuelle Suchwelle ausgelöst. VOX zeigte „Perfect Match" zur besten Sendezeit, kurz zuvor lief er schon im österreichischen ORF.

Sender / PlattformTermin
VOX (Free-TV-Premiere)25. Juni 2026, 20:15 Uhr
VOX (Wiederholung)26. Juni 2026, 22:15 Uhr
ORF 1 (Österreich)8. Juni 2026, 20:15 Uhr
StreamingAmazon Prime Video (seit 2024)
Produktionsjahr2024
Laufzeitrund 97 Minuten
RegieFlorian Gallenberger

Wer die Ausstrahlung verpasst hat, findet den Film weiterhin bei Amazon Prime Video. Regie führte der oscarprämierte Florian Gallenberger, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Christoph Silber.

Die Besetzung von „Perfect Match"

Im Zentrum stehen zwei junge Hauptdarsteller, die in die Rolle der späteren Weltstars schlüpfen. Steffi Graf wird von Lena Klenke gespielt, die deutschen Zuschauern aus „Das schönste Mädchen der Welt" und „How to Sell Drugs Online (Fast)" ein Begriff ist. Andre Agassi verkörpert der britische Schauspieler Toby Sebastian, bekannt aus „Game of Thrones".

Schauspieler:inRolle
Lena KlenkeSteffi Graf
Toby SebastianAndre Agassi
Bianca BardoeBrooke Shields
Michael KesslerPeter Graf (Vater von Steffi)
Inka FriedrichHeidi Graf (Mutter von Steffi)
Jimmy RoussounisMike Agassi (Vater von Andre)
Leonard ScheicherMichael Bartels
Eric AlexanderBrad Gilbert

Dass mit Michael Kessler und Inka Friedrich gleich zwei bekannte deutsche Gesichter die Eltern von Steffi Graf spielen, ist kein Zufall: Die Väter beider Tennisstars sind im Film mehr als Nebenfiguren – sie treiben die Handlung an.

Die wahre Geschichte hinter dem Film

Anders als die zwei jungen Schauspieler vermuten lassen, beginnt die echte Romanze nicht in der Jugend, sondern als beide schon Weltstars waren. Die Wege von Graf und Agassi hatten sich über Jahre auf der Tour immer wieder gekreuzt – zusammen kamen sie aber erst 1999.

Wie Steffi Graf und Andre Agassi zusammenfanden

1999 gewannen beide bei den French Open in Paris. Graf beendete wenig später ihre Karriere, Agassi feierte sein sportliches Comeback. Im September kam es zum ersten Date – und der US-Amerikaner machte später aus seiner Bewunderung kein Geheimnis. In seiner Autobiografie schrieb er, er sei in Steffi schon Jahre zuvor „verknallt" gewesen, nachdem er sie in einem Interview im Fernsehen gesehen hatte.

Die Hochzeit 2001 – und die beiden Kinder

Am 22. Oktober 2001 heiratete das Paar in Las Vegas, ganz ohne großen Promi-Auflauf: Eingeladen waren nur die beiden Mütter. Selbst die Eheringe waren ungewöhnlich – sie bestanden aus geflochtenem Bast. Nur vier Tage nach der Trauung, am 26. Oktober 2001, kam Sohn Jaden Gil zur Welt. 2003 folgte Tochter Jaz Elle. Bis heute gilt die Ehe als eine der stabilsten im Sport-Showgeschäft – ein Grund, warum die Geschichte überhaupt erst verfilmt wurde.

Zwei Ausnahmesportler – und zwei ehrgeizige Väter

Was den Film über eine reine Romanze hinaushebt, ist das, was die beiden Hauptfiguren teilen: enormer Erfolg und ein Vater, der früh alles auf die Tenniskarriere des Kindes setzte. Steffi Graf gewann 22 Grand-Slam-Titel und schaffte 1988 als bislang einzige Spielerin den „Golden Slam" – alle vier Grand-Slam-Turniere plus olympisches Gold in einem einzigen Jahr. Andre Agassi holte acht Grand-Slam-Titel und ebenfalls Olympia-Gold.

Im Hintergrund standen zwei prägende Väter. Peter Graf gab seinen Beruf auf, um sich ganz der Karriere seiner Tochter zu widmen – managte ihre Finanzen und wurde Mitte der 1990er in einer Steueraffäre verurteilt. Auch Mike Agassi, ein früherer Olympia-Boxer, trieb seinen Sohn mit eisernem Drill an. Diese Vater-Sohn- und Vater-Tochter-Konstellation ist einer der roten Fäden des Films.

Wie nah ist „Perfect Match" an der Realität?

Wichtig zu wissen: Der Film ist eine frei erzählte, fiktionalisierte Annäherung an die Lebensgeschichte der beiden, kein dokumentarisches Porträt. Namen, Stationen und große Wendepunkte orientieren sich an realen Ereignissen, einzelne Szenen und Dialoge sind aber dramaturgisch zugespitzt. Wer die echten Hintergründe vertiefen will, findet sie in Agassis vielbeachteter Autobiografie „Open" und in der Sportberichterstattung der vergangenen Jahrzehnte.

Für alle, die solche Verfilmungen mögen, lohnt sich auch ein Blick auf andere Geschichten nach wahren Vorbildern – etwa die wahre Geschichte hinter dem Film „Maudie". Wer lieber bei aktuellen Serien-Highlights bleibt, wird bei unserer Übersicht zu „Nur für dein Leben" auf Netflix fündig. Und passend zum Thema Sport-Romanze: Auch Skistar Michelle Gisin gab kürzlich ihrem Partner das Ja-Wort.

Quellen und weiterführende Infos: fernsehserien.de (Besetzung und Stab) sowie tennis MAGAZIN (Hochzeit und Familie).