Ulrike Folkerts ist 65 Jahre alt – und denkt nicht ans Aufhören. Seit 1989 ermittelt sie als Lena Odenthal im Ludwigshafener „Tatort“, länger als jede andere Kommissarin der Reihe. Am 4. Oktober lief ihr neuer Fall „Explosive Mischung“. Hier steht, wie alt die gebürtige Nordhessin ist, mit wem sie zusammen ist und wie es mit Odenthal weitergeht.

Wie alt ist Ulrike Folkerts?

Ulrike Folkerts wurde am 14. Mai 1961 in Kassel geboren. Im Mai 2026 ist sie also 65 Jahre alt geworden. Laut Wikipedia wuchs sie als mittleres von drei Geschwistern in Weimar auf, einem Ortsteil von Ahnatal bei Kassel. 1980 machte sie Abitur an der Jacob-Grimm-Schule in Kassel.

Danach studierte sie vier Semester Theater- und Musikwissenschaft, bevor sie von 1982 bis 1986 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Schauspiel lernte. Ihr erstes Engagement bekam sie am Staatstheater Oldenburg, 1987 folgte mit „Das Mädchen mit den Feuerzeugen“ das Filmdebüt.

SteckbriefUlrike Folkerts
Geburtstag14. Mai 1961
Alter65 Jahre
GeburtsortKassel (Hessen)
AusbildungHochschule für Musik und Theater Hannover (1982–1986)
Tatort-RolleHauptkommissarin Lena Odenthal, „Tatort“ Ludwigshafen (seit 1989)
PartnerinKünstlerin Katharina Schnitzler (Paar seit 2003)
Auszeichnungen (Auswahl)Publikums-Bambi 2002, Bundesverdienstkreuz am Bande 2007, Ehrenpreis Deutscher Fernsehkrimipreis 2019

Seit 1989 im Dienst: die dienstälteste „Tatort“-Kommissarin

Als Lena Odenthal ist Folkerts seit 1989 im Einsatz. Damit hat sie laut Wikipedia die längste Dienstzeit aller deutschen Fernsehkommissare erreicht, noch vor Horst Tappert. Von 1996 bis 2018 stand ihr Andreas Hoppe als Mario Kopper zur Seite, den sie schon aus dem Studium kannte. Heute ermittelt sie mit Lisa Bitter als Johanna Stern.

Neben der Kamera ist Folkerts auch auf der Bühne zu Hause: 2005 und 2006 spielte sie bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ als erste Frau die Rolle des Todes. Außerdem spricht sie Hörbücher ein.

„Explosive Mischung“: Der neue Fall vom 4. Oktober

Im Ersten lief am Sonntagabend, 4. Oktober 2026, der Ludwigshafener Krimi „Explosive Mischung“, laut ms-aktuell Folge 1341 der Reihe. Es ist der 25. gemeinsame Fall von Odenthal und Stern. Buch und Regie stammen von Martin Eigler.

Ausgangspunkt ist eine missglückte Geldautomatensprengung: Dennis Lohberg kommt dabei ums Leben, eine Geldkassette fehlt. Die Spur führt in ein angespanntes Viertel und zu Ulf Meisner, der sich selbst als Aufpasser des Viertels versteht. Das Besondere: Der Film spielt in einer einzigen Nacht und folgt weitgehend der tatsächlichen Sendezeit. In der ARD Mediathek soll die Folge bis zum 4. Oktober 2027 abrufbar bleiben.

Wie Giga unter Berufung auf DWDL berichtet, schalteten 5,32 Millionen Menschen ein – die niedrigste „Tatort“-Reichweite des laufenden Jahres. Parallel lief bei RTL das Länderspiel der DFB-Elf gegen Griechenland, das die 10-Millionen-Marke knackte.

Hört Ulrike Folkerts beim „Tatort“ auf?

Wenn es nach ihr geht, nicht. Während „Tatort“-Veteranen in München, Kiel und Wien aufhören oder gerade aufgehört haben, will Folkerts weitermachen. Im Interview mit der Agentur teleschau, zitiert von leinetal24, sagte sie:

„Ich kann es mir nicht vorstellen, aufzuhören. Das wird hart, wenn meine Zeit beim 'Tatort' zu Ende geht. Ich bin glücklich, dass ich in dieser Rolle älter werden darf.“

Auf die Frage, ob sie die 100 Fälle vollmachen werde, antwortete sie: „Das wären noch 15, und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Für mich hat sich diese Rolle nicht abgenutzt.“

Auch der nächste Fall steht schon fest: „Tatort: Im Nebel“ soll Anfang 2027 zu sehen sein. Das Drehbuch schrieb Karlotta Ehrenberg, Regie führte Saralisa Volm. Erzählt wird eine Beziehungsgeschichte um einen jungen Mann, der absichtlich überfahren wurde.

Ulrike Folkerts und ihre Partnerin Katharina Schnitzler

Folkerts und die Künstlerin Katharina Schnitzler sind seit 2003 ein Paar. Kennengelernt haben sich die beiden laut teleschau (via Joyn) auf einer Ausstellung Schnitzlers. In der Talkshow „3nach9“ nannte Folkerts die Begegnung später einen „Schicksalsschlag“, über den sie sehr glücklich sei. Im Interview mit dem „Stern“ sagte sie laut teleschau über ihre Partnerin: „Katharina ist eine wunderschöne Frau mit einer wahnsinnig positiven Ausstrahlung.“

In den Berichten ist von ihrer Lebenspartnerin die Rede. Öffentlich zeigt sich Schnitzler laut teleschau nur selten mit Folkerts, etwa wenn es um gemeinsame Projekte geht. Eines davon ist das Buch „Glück gefunden“, das die beiden 2008 zusammen veröffentlichten. Laut Wikipedia riefen sie 2006 außerdem gemeinsam den Verein kulturvoll e. V. ins Leben, der sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche kulturell fördert.

1999 wurde Folkerts laut Wikipedia über eine Schlagzeile der „Bild“-Zeitung gegen ihren Willen geoutet. 2021 gehörte sie zu den 185 Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich im SZ-Magazin zu ihrem Coming-out bekannten.

Mehr als Odenthal: Bücher, Sport und Engagement

  • Autobiografien: „Das macht mich stark“ (2005) und „Ich muss raus“ (2021).
  • Sport: Bei den Gay Games 2002 in Sydney gewann sie mit der Schwimmstaffel des Berliner Vereins Vorspiel Silber und Bronze.
  • Engagement: Sie setzt sich gegen Landminen ein, ist Botschafterin von burundikids e. V. und unterstützt seit 2016 den Weissen Ring.

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