Seit dem 15. Oktober 2026 läuft „Extrawurst“ bei Netflix, und laut Moviepilot stand die Komödie am 19. Oktober auf Platz 1 der Netflix-Film-Charts in Deutschland. Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Fahri Yardım streiten sich darin über einen Grill. Wer spielt wen, worum geht es, und was muss man zum Film wissen?
Die Besetzung: Wer spielt wen?
| Schauspieler/in | Rolle | Figur im Film |
|---|---|---|
| Hape Kerkeling | Heribert Bräsemann | Vereinsvorsitzender seit 25 Jahren |
| Christoph Maria Herbst | Torsten Pfaff | mit seiner Frau Melanie aus Berlin zugezogen |
| Fahri Yardım | Erol Oturan | in Lengenheide aufgewachsen, Doppelpartner von Melanie |
| Anja Knauer | Melanie Pfaff | beste Spielerin des Vereins |
| Friedrich Mücke | Matthias Scholz | stellvertretender Vorsitzender und Sponsor |
| Gaby Dohm | Elisabeth Scholz | – |
| Milan Peschel | Hans-Günther Schnippering | Hausmeister des Clubs |
| Katrin Röver | Anne Ackermeier | Vorstandsmitglied |
| Patrick Joswig | Heinz Grumberger | – |
| Malene Becker | Sabine Stortz | – |
| Andreas Windhuis | Peter Lohr | – |
| Rona Regjepi | Antonia Stortz | – |
| Marlene Markt | Laura Zopf | – |
Besetzung und Rollen nach der Wikipedia-Seite zum Film.
Worum geht es in „Extrawurst“?
Schauplatz ist der Tennisclub der Kleinstadt Lengenheide, der gerade seine Mitgliederversammlung abhält. Dann meldet sich Melanie zu Wort: Sie ist mit ihrem Doppelpartner Erol gerade Bezirksmeisterin geworden und fragt, ob man für den muslimischen Vereinskameraden nicht einen eigenen Grill anschaffen sollte.
Erol möchte das nicht. Er betont aber, dass die Sucuk seiner Familie nach muslimischen Speiseregeln tatsächlich getrennt gegrillt werden müsste. Aus der Grillfrage wird eine Debatte über Integration, Leitkultur, Rücksichtnahme, sexuelle Identität und toxische Männlichkeit.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die auch das Drehbuch geschrieben haben. Regie führte Marcus H. Rosenmüller, bekannt durch Heimatfilme wie „Wer früher stirbt ist länger tot“.
Die Hauptfiguren und ihre Darsteller
Hape Kerkeling als Heribert
Kerkeling spielt den Vorsitzenden, der den Verein seit 25 Jahren führt und dabei autoritäre Züge zeigt. Er will den Frieden wahren, doch jede seiner Lösungen bringt eine Seite gegen ihn auf. Mehr über den Entertainer: Wo Hape Kerkeling geboren ist und wie er privat lebt.
Christoph Maria Herbst als Torsten
Herbst erhielt für seine Darstellung des Stromberg 2006 den Adolf-Grimme-Preis. In „Extrawurst“ spielt er Torsten: Atheist, Vegetarier, belehrend politisch korrekt. Er hält Erol für einen Nebenbuhler und lehnt den Islam stärker ab als andere Religionen.
Fahri Yardım als Erol
Der gebürtige Hamburger ermittelt seit 2013 im Hamburger „Tatort“ an der Seite von Til Schweiger als Hauptkommissar Yalcin Gümer. Sein Erol ist in Deutschland geboren, in Lengenheide aufgewachsen und hat mit Matthias die Schulbank gedrückt. Im eigenen Verein gilt er trotzdem noch als „der Türke“.
Anja Knauer, Friedrich Mücke, Gaby Dohm, Milan Peschel
- Anja Knauer (Durchbruch 2000 mit „Küss mich, Frosch“) ist Melanie, die den Streit ins Rollen bringt.
- Friedrich Mücke (Durchbruch 2010 mit „Friendship!“) spielt Matthias, den Vize, der eine deutsche Leitkultur befürwortet und sich von Heribert übergangen fühlt.
- Gaby Dohm, ab 1985 Schwester Christa in der „Schwarzwaldklinik“, spielt Elisabeth Scholz.
- Milan Peschel ist Hausmeister Hans-Günther.
Vom Kino zu Netflix: die wichtigsten Daten
| Eckdaten | „Extrawurst“ |
|---|---|
| Premiere | 7. Januar 2026 in Essen, am 8. Januar in München |
| Kinostart | 15. Januar 2026 |
| Kinobesucher | mehr als 2 Millionen |
| Netflix-Start | 15. Oktober 2026 |
| Laufzeit / FSK | 100 Minuten, ab 12 Jahren |
| Regie | Marcus H. Rosenmüller |
| Drehbuch | Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob |
| Hauptdrehort | Gelände des RTHC Bayer Leverkusen (NRW) |
Gedreht wurde vom 14. April bis 28. Mai 2025, hauptsächlich auf dem Gelände des RTHC Bayer Leverkusen. Im Kino lief es gut: Laut Moviepilot knackte der Film rund zwei Wochen nach dem Start die Million, im August meldete Studiocanal die Marke von zwei Millionen Besuchern.
Platz 1 bei Netflix – und was die Kritik sagt
Den Streaming-Start am 15. Oktober meldete Filmstarts noch am selben Tag. In der von Moviepilot veröffentlichten Netflix-Top-10 der Filme für Deutschland (Stand 19. Oktober 2026) liegt „Extrawurst“ auf Rang 1, vor „Animals“ und „Evil Dead Burn“.
Christoph Petersen von Filmstarts gab drei von fünf Sternen, Film plus Kritik sechs von zehn Punkten. Moviepilot hebt Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst als Stars des Films hervor.
Unser Eindruck: Wer Ensemble-Komödien mag, in denen ein kleiner Anlass eskaliert, ist hier richtig. Wer leise Töne sucht, eher nicht. Die Figuren sind bewusst zugespitzt, vom Leitkultur-Vize bis zum Berliner Weltverbesserer.
Mehr zu Netflix auf unserer Seite: „Nur für dein Leben“: Besetzung und Ende erklärt und unser Artikel zu „Unsere kleine Farm“.